Geschichte der Laurentiuskirche

Altar in der Laurentiuskirche in Widdern

Altar in der Laurentiuskirche in Widdern

????Das Jahr der Erbauung der Kirche ist unbekannt.
1258Die Pfarrei Widdern kommt zum Chorherrenstift Mosbach.
1455Die älteste und größte Glocke wird gegossen. Sie ist mit den Namen der vier Evangelisten versehen und auf den Ton G gestimmt.
1477Einem alten Stadtbuch zufolge war die Kirchweih jährlich am Tag Laurenti. Der Schutzpatron der Kirche ist der heilige Laurentius.
1708Die Kirche wird gründlich renoviert. Die Kosten betragen 467 Gulden und 39 ½ Kreuzer.
1892-1895Ein Zeitzeuge schreibt von einer durchgreifenden Restauration im Wert von 45.000 Mark. Eine pneumatische Orgel von der Firma Walker im Wert von 6.000 Mark wird gestiftet. Die Kirche wird im neugotischen Stil ausgemalt.
1937Der Gemeinderat der Stadt Widdern legt am 17. Oktober fest, dass Kirchweih künftig immer am letzten Sonntag im Oktober gefeiert wird.
1949 Drei neue Glocken – auf A und H und D gestimmt – werden in Dienst genommen. Ihre Vorgänger mussten in den letzten Kriegsjahren abgegeben werden. Die Einschmelzung blieb der G-Glocke wegen ihres großen Gewichts erspart.
1952Die kleine Empore über dem Haupteingang wird abgenommen. Die neugotische Wandmalerei wird abgewaschen. Bibelverse werden an den schlichten hellen Wänden angebracht.
1981 Wandrisse und größere Schäden am Putz machen eine Innenrenovierung nötig. Die Decke wird isoliert und mit neuem Holz verkleidet. Die Fenster werden dreifach verglast. Der Boden im Chor und im Schiff wird neu verlegt. Eine Bodenheizung sorgt jetzt für eine gleichmäßigere Erwärmung der Kirche. Die neue Farbgebung des Innenraums spielt um die Sandsteinfarbe des Chorbogens. Der neugotische Wandfries wird freigelegt bzw. nach alter Vorlage neu aufgemalt. Das feste Chorgestühl wird durch eine Bestuhlung ersetzt, damit der Chorraum für die Feier großer Abendmahle genutzt werden kann.
1982Größere Schäden am Turm, am Dach und am Außenputz machen eine Außenrenovierung nötig. Die Ecksteine werden freigelegt.
1983 Die Außenanlage wird neu gestaltet, Bäume werden gefällt.
1988

Die alte Orgel wird durch eine neue ersetzt, erbaut von Kurt Oesterle aus Albershausen. Sie hat 22 klingende Register mit 1.270 Pfeifen und somit etwas weniger als 4,2 Mio Klangmöglichkeiten, genau 4.194.303. Würde jede Sekunde eine andere Registrierung erklingen, bräuchte man für alle Möglichkeiten durchgehende 48 ½ Tage. Das Gehäuse bleibt erhalten. Das Gestühl vor der Orgel wird so verändert, dass ein Freiraum für größere Chöre und Instrumentalgruppen entsteht.

Unteres Manual I
Oberes Manual II (oben)
  1    Bourdon     16‘13    Flöte    8‘
  2    Principal    8‘14    Gedeckt    8‘
  3    Rohrflöte    8‘15    Salicional  8‘
  4    Oktave    4‘16    Flöte    4‘
  5    Spitzflöte    4‘ 17    Nasard    2 2/3`
  6    Doublette    2‘ 18    Principal    2‘
  7    Quinte    2 2/3‘19    Terz    1 3/5‘
  8    Mixtur IV    2‘20    Sifflet    1‘
10    Tremulant I 21    Quinte    1 1/3‘
22    Tremulant II


Pedal
  9    Subbass    16‘
11    Gemsbass    8‘
12    Oktavbass    8‘
23    Trompete    8‘
24    Flöte    4‘

2009 Die Orgel muss nach Pilzbefall generalsaniert werden. In die Kirche wird eine automatische Belüftungsanlage eingebaut.